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Reflexionen der Schüler zum Betriebspraktikum 2010

In einer Kinderarztpraxis

Meine Vorstellungen stimmen mit dem überein, was ich in den letzten fünf Tagen erleben durfte. Ich war mir zwar bewusst, dass dies ein stressiger Beruf ist, doch nicht, dass so viel zusätzliche Arbeit und vor allem so viel Schreibarbeit für den Arzt anfällt. Nach diesem Praktikum bin ich mir sicher, im Bereich der Medizin arbeiten zu wollen, da mich die Arbeit mit kranken Menschen fasziniert und ich diese abwechslungsreiche und interessante Arbeit sehr schätze. Meine schulische Einstellung hat sich in dem Fall geändert, dass ich mich anstrengen werde ein gutes Abitur zu schreiben, damit ich Medizin studieren kann.
Laureen

Im evangelisch-lutherischen Kirchengemeindeamt (Bauamt)

Meine Vorstellungen wurden übertroffen. Ich dachte, ich sitz im Büro rum und lenke vom Büro alles, doch man muss zu den Baustellen hinfahren und schauen, ob alles in Ordnung ist und mit den Firmen sich absprechen, wie es weitergehen soll und und und. Also ich könnte mir vorstellen, so eine Arbeit, also als Bauleiter zu machen, da es jeden Tag eine andere Herausforderung gibt und nicht jeder Tag gleich ist. Es gibt Abwechslung.
Ich finde ich sollte froh darüber sein noch zur Schule gehen zu dürfen, da ich zum Praktikumsplatz jeden Tag fahren musste und um 5 Uhr aufstehen musste. Dagegen ist die Schule nur ein Witz, um halb sieben aufstehen und dann mit dem Fahrrad zur nicht weit entfernten Schule radeln. Außerdem ist der Stadtverkehr nach Abschluss der Arbeit äußerst laut und durcheinander.
Kristian

In einem Verlag

Insgesamt fand ich das Praktikum sehr aufschlussreich und es hat mir auch Spaß gemacht dort zu arbeiten. Ich kann mir jedoch nicht vorstellen, später langfristig als Lektor zu arbeiten.
Da man unter anderem auch Manuskripte über Themen genau lesen und prüfen muss, die einen persönlich nicht wirklich interessieren, glaube ich nicht, dass ich das zu vollsten Zufriedenheit meines Teams oder Vorgesetzten durchführen könnte. Beim Ausdenken von passenden Buchtiteln könnte ich ebenfalls an meine Grenzen gelangen, da mir meiner Meinung nach die nötige Kreativität fehlt. Ich habe jedoch vor, ein weiteres Praktikum in einer anderen Abteilung eines Verlagshauses zu machen, um weitere Erfahrungen zu machen. Eine Abteilung, die mich interessieren würde, wäre beispielsweise die Bildredaktion.
Ich kann aber jedem, der sich gerne mit Büchern beschäftigt und kreativ ist, ein Lektoratspraktikum empfehlen, da die Arbeit wirklich sehr vielseitig ist und auch Spaß macht. Für mich selber aber wäre das auf Dauer nichts.
Janina

Bei BMW

Meine Vorstellungen stimmten zwar zum größten Teil mit der Realität ein, aber ich habe auf jeden Fall mitbekommen, dass dieser Beruf viel vielseitiger ist, als es sich anhört.
Ich dachte zuerst, ich würde den ganzen Tag nur richtige "Azubi-Arbeiten" machen müssen, etwas wie Reifen herumtragen, aber es wurde komplexer, vielseitiger und auch anstrengender.
Da dieser Beruf zwar etwas an sich hat, anderseits aber auch extrem anstrengend sein kann, habe ich mich bis jetzt noch nicht entschieden, und warte erst mal mit meiner Entscheidung, wie es mit meiner schulischen Laufbahn weitergeht, und danach kann ich mich immer noch entscheiden.
Durch dieses Praktikum habe ich herausgefunden, dass ein Beruf auf jeden Fall härter ist, als nur in der Schule zu sitzen, zuzuhören und zu lernen. Im nachhinein bin ich darauf gekommen, dass Schule schon fast Freizeit ist, und dass die Personen, die immer sagen, dass wir Schüler es so gut haben, wirklich recht haben!
Konstantin

In einer Apotheke

Die Erfahrungen, die ich in der Apotheke gesammelt habe, sind sehr positiv und das Praktikum hat mich darin bestärkt, dass mir ein Beruf in der Apotheke gut gefallen würde. Die Arbeit ist fast besser, als ich sie mir im Vorfeld vorgestellt habe. Ich dachte eigentlich, dass der Beruf einer Apothekerin ein bisschen langweilig ist, aber da man fast während seiner ganzen Arbeitszeit mit verschiedenen Menschen zu tun hat, finde ich diesen Beruf sehr abwechslungsreich und spannend. Ich kann mir gut vorstellen, dass ich später in einer Apotheke arbeiten werde. Dass mein Beruf sicherlich etwas mit Medizin zu tun haben wird, davon bin ich schon jetzt überzeugt.
Lorena

In einer Kindertagesstätte

Insgesamt hat mir mein Aufenthalt sehr gut gefallen und darin bekräftigt, meinen Berufswunsch als Sozialpädagogin beizubehalten. Der Beruf der Erzieherin ist jedoch anstrengender und anspruchsvoller als ich dachte, da man sowohl körperlich arbeiten muss, mit dem starken Lärmpegel klarkommen, als auch pädagogisch handeln muss.
Vivien

Bei BMW Motorrad

Da ich schon immer großes Interesse für den Bereich Marketing hatte, bin ich sehr froh, die Möglichkeit gehabt zu haben, ein Praktikum in diesem Bereich zu machen. Ich habe gemerkt, dass mir dieser Beruf Spaß macht und ich könnte mir sehr gut vorstellen, später einmal Marketing zu studieren und in diesem Berufsfeld zu arbeiten. Meine Vorstellungen von diesem Beruf stimmten nur teilweise mit der Realität ein. Mir war nicht bewusst, wie viel Abwechslung man eigentlich hat und dass man so viele Meetings hat. Außerdem war mir die Zusammenarbeit mit verschiedenen Agenturen ebenso nicht bewusst.
Veronika

Bei der Sparkasse

Vor dem Praktikum konnte ich mir keine Vorstellungen machen, wie die Arbeit in einer Sparkasse abläuft, deswegen habe ich entschlossen, dort ein Blick reinzuwerfen. Ich habe viele neue Kenntnisse aufgenommen und bin sehr froh, dass dieses Praktikum für mich so lehrreich war. Nun weiß ich, dass mir das Büroleben sehr gut gefällt und ich auf jeden Fall später mal in diese Richtung gehen werde. Jedoch ist mein Interesse zu der Abteilung, in der ich arbeiten durfte, nicht mehr sehr groß.
Pilar

Beim Steuerberater

Das Praktikum war für mich ein persönlicher Erfolg, da ich viele nützliche Dinge gelernt habe und einen Einblick in die Welt eines Steuerberaters bekommen habe. Gut hat mir auch gefallen, dass ich von jedem Mitarbeiter höflich und respektvoll behandelt wurde. Die Arbeit als Steuerberater kann ich mir zwar persönlich nicht vorstellen, aber das Praktikum hat mich bekräftigt, einmal einen Beruf auszuführen, in dem man mit Finanzen zu tun hat.
Andy

In der Redaktion der Zeitschrift "Instyle"

Nach Beendigung meines Praktikums kann ich nun sagen, dass ich sehr viele interessante Erfahrungen bei der "Instyle" sammeln konnte und ich mir durchaus vorstellen kann, später einmal als Moderedakteurin zu arbeiten. Ich bin mir nun sowohl über die positiven als auch über die negativen Aspekte des Berufs im Klaren. Als negativer Gesichtspunkt ist natürlich zu nennen, dass die kreative Entfaltung und das freie Schreiben eines Redakteurs stark eingeschränkt sind, da er häufig den persönlichen Vorgaben und Vorstellungen seiner Chefredakteurin ausgesetzt ist, die das letzte Wort zu jeder Seite in der Zeitschrift hat. Diese muss sich wiederum höheren Interessen beugen, wie zum Beispiel gelegentlich denen der Anzeigekunden.
Weshalb ich mir trotzdem dort meine berufliche Zukunft vorstellen kann, ist, dass ich mich sehr für die Mode an sich interessiere und mir das Schreiben Spaß macht, auch wenn ich mich an den Interessen anderer orientieren muss. Auch der Stress und die enge Zusammenarbeit mit anderen stellen für mich kein Problem dar.
Im Hinblick auf meine weitere schulische Arbeit hat mir das Praktikum vor allem gezeigt, wie wichtig es ist, eine gute Ausbildung zu haben und dass man nie aufhören darf, seine Fähigkeiten zu verbessern und zu vertiefen. Ich freue mich nun schon auf das, mir bei der "Instyle" angebotene zweite Praktikum, bei dem ich hoffentlich wieder weitere Erfahrungen sammeln darf.
Lisa

In der Stadtbibliothek

Die Vorstellungen, die ich vor dem Beginn meines Praktikums hatte, stimmen nicht ganz mit der Realität ein, weil ich eine ziemlich eintönige Vorstellung von der Arbeit in der Bibliothek hatte. Dadurch, dass ich jeden Tag in einen anderen Bereich arbeiten durfte und mir immer neue Dinge erklärt und gezeigt wurden, ist mir relativ schnell klar geworden, dass die Berufe, die eine Bibliothek anbietet, nicht eintönig oder langweilig sind. Es war auch sehr interessant mal zu sehen, wie das komplette Konzept und die Struktur einer Bibliothek aufgebaut sind. Trotzdem hat mich das Praktikum nicht darin bestärkt in diesem Bereich zu arbeiten, aber nicht weil mich die gewonnenen Erfahrungen davon abhalten, sondern weil meine Berufswahl eher in eine andere Richtung geht.
Janine

In einem Kindergarten

Vor meinem Praktikum dachte ich, dass diese Arbeit sehr einfach wäre, aber in der Realität ist diese Tätigkeit sehr anstrengend: Die Kinder sind die ganze Zeit sehr aktiv und die Betreuer müssen immer hoch konzentriert sein.
Das Praktikum hat mir wirklich Spaß gemacht und mich auf die Idee gebracht, vielleicht einen Beruf zu wählen, der viel mit Menschen zu tun hat, aber ich muss nicht unbedingt mit Kindern oder Jugendlichen arbeiten.
Durch das Praktikum habe ich gemerkt, dass der Beruf des Betreuers bzw. Lehrers sehr anspruchsvoll ist. Deswegen respektiere ich jetzt meine Lehrer wesentlich mehr als vor dem Praktikum.
Makoto

Autor: Alexander Hagel, Lehrer
Homepagemitarbeiter: Thi
01.08.2010

 

 

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